Aktuelles

Private Kfz-Nutzung und E-Mobilität

27. März 2019

Wird Ihnen ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, für welches die Privatnutzung nicht durch den Arbeitgeber ausgeschlossen wird, ist der sich daraus ergebende Vorteil steuerpflichtig. Dies gilt auch für die Privatnutzung eines Firmenfahrzeugs durch den (Mit-)Unternehmer. Er kann entweder nach der pauschalen 1%-Regelung oder individuell ermittelt werden, indem Sie ein Fahrtenbuch führen und dergestalt die auf Privatfahrten entfallenden Kosten ermitteln. Wird die pauschale Methode gewählt, so wird der Bewertung des Sachbezugs in Gestalt der Privatnutzung des Dienstfahrzeuges der inländische Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der  Sonderausstattungskosten als Bemessungsgrundlage zugrunde gelegt (dieser pauschale Ansatz scheidet für (Mit-)Unternehmer – nicht aber für Arbeitnehmer – aus, wenn Sie das Fahrzeug nicht zu mehr als 50% betrieblich nutzen, wobei Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte als betriebliche Fahrten gelten).

Eine besondere Förderung erfahren Elektro- sowie Hybridelektrofahrzeuge. Wird ein solches Fahrzeug noch im Jahre 2018 angeschafft, mindert sich der Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage für den pauschalen Ansatz der privaten Nutzung um 250,00 € je kWh der Batteriekapazität, höchstens aber um 7.500,00 €. Für Anschaffungen derartiger Fahrzeuge nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2022 ist eine weitergehende Förderung geplant, indem der inländische Listenpreis von Elektro- und Hybridelektrodienstwagen im Zeitpunkt der Erstzulassung nur noch zur Hälfte anzusetzen ist.

Hinweis: Ermitteln Sie den geldwerten Vorteil nach der Fahrtenbuchregelung, wirkt sich dies bei einer Anschaffung des Elektrofahrzeugs in den Jahren 2019 bis 2021 ebenfalls aus, da nur die Hälfte der Gesamtkosten zu berücksichtigen sind. Ebenso ist bei pauschalem Ansatz des geldwerten Vorteils für Wege zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte eine Halbierung vorzunehmen (somit kommt für begünstigte Fahrzeuge ein Ansatz nur von 0,015% (statt 0,03%) des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer in Betracht).

zurück